plaza

Pater Dr. Herbert King - 50 Jahre Priester

Ich war einer von denen, die Erzbischof Plaza von La Plata aus den Kreisen, die die neue Patres-Gemeinschaft vorbereiteten, zum Priester geweiht hat.

Es war auf meinen Wunsch hin der Tag der Gottesmutter Maria, die nie von der Erbsünde und sonstigen Sünden berührt war – Maria, wie Jesus, in allem uns gleich außer der Sünde! „Tag des gelungenen Menschseins“ nenne ich auch gerne diesen Tag, denn wir alle dürfen uns in ihrem Glanz etwas sonnen und uns gewürdigt erleben durch ihre Liebe zu uns und durch die Wertschätzung, die sie uns entgegenbringt.

Der Beginn meines Priestertums stand im Zeichen meines dreimaligen Besuchs in Milwaukee im Umkreis der Priesterweihe, jeweils auf der "Durchreise" von und nach Argentinien. Rund fünfunddreißig Stunden konnte ich privat mit Pater Kentenich sprechen.

King Kentenich MilwaukeeFünfzig Jahre also sind es her. Was trug und was trägt mich? – so frage ich mich natürlich besonders im Umkreis meines Jubiläums. Was bedeutet mir – ganz und gar persönlich als Mensch und Christ – besonders viel? Was macht mir Freude und erfüllt mich mit Zufriedenheit? Was lässt mich erleben, dass mein Leben insgesamt doch sehr stimmig sein durfte? Da ist zum einen die Erfahrung, dass es Gott gibt, dass es ihn für mich gibt, dass er mich mag, mich schätzt und dass ihm sehr daran gelegen ist, mit mir ihm Kontakt zu sein und dass er es mir recht machen will. Ich schließe dies aus den vielen Grüßen, die ich immer wieder von ihm bekomme.

So ähnlich geht es mir auch mit Maria, der Gottesmutter. Pater Kentenich hat sie bei meinem ersten Besuch bei ihm, in einem längeren Gebet gepriesen als die „Virgo fidelis“, die treue Jungfrau. Und er hat darauf hingewiesen, dass – was auch immer geschehen mag – sie auf jeden Fall treu ist und treu sein würde. Ja, dass sie sozusagen über Fehltritte so eine Art Löschblatt legen würde, so dass wir immer nur als ein getreues Volk dastehen würden. Damit lässt sich leben. Ich habe mich natürlich bemüht, möglichst wenig das Löschblatt, den „Schuldenschnitt“ sozusagen, in Anspruch zu nehmen. Aber manchmal war es mir doch recht, dass sie einfach weggeguckt hat.

Was mich auch getragen hat, ist die Ausstrahlung der jährlichen Feier von Ostern, dem Besten, was wir haben. Ausstrahlung auch in dem Sinn, dass ich eher das Positive sehe als das Negative, dies im persönlichen Leben, in der heutigen Zeit und auch in unserer Heimat in Deutschland.

KingVieles durfte ich in den fünfzig Jahren tun. Zuerst 14 Jahre in Argentinien in der Seelsorge unter sehr armen Leuten. Dann aber auch schon bald als Professor für Theologie. Später dann in der Ausbildung der Studenten unserer Patres-Gemeinschaft in Münster, Santiago und Schönstatt. Seit gut zehn Jahren lebe und wirke ich auf dem Berg Sion in Schönstatt, dem „tiefen Herzen im Norden“, wie es in einem Lied heißt.

Neben und inmitten von vielem anderen war es in all den Jahren meine Hauptaufgabe, den reichen Nachlass Pater Kentenichs und seine nicht so leicht einzuschätzende Gründung Schönstatt wissenschaftlich zu erforschen. Bis heute lese ich mit nicht nachlassendem Eifer in seinen Schriften. Vieles habe ich dutzende Male und öfters gelesen. Und immer neu bereitet es mir Freude und weckt mein Interesse. Vieles habe ich geschrieben (siehe www.herbert-king.de). Da ist noch lange nicht alles getan. Zurzeit arbeite ich an einer Publikation über meine unmittelbaren Erfahrungen bei Pater Kentenich in Milwaukee.

So galt es für vieles zu danken, als ich in einem sehr schönen Gottesdienst in der Dreifaltigkeitskirche in Schönstatt das Fünfzigjährige gefeiert habe.

Las cookies facilitan la prestación de nuestros servicios. Al utilizar nuestros servicios, usted acepta que utilizamos cookies.